Caritas startet Jahreskampagne „Armut macht krank“
München / 23. Januar 2012
Menschen, denen es an Einkommen, Perspektiven und Bildung fehlt, stehen im Mittelpunkt der Jahreskampagne 2012 des Deutschen Caritasverbands. Unter dem Motto „Armut macht krank“ will die Kampagne auf gesundheitsgefährdende Arbeits- und Lebensbedingungen aufmerksam machen. „Wer lange Zeit arbeitslos ist oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeitet, wer in Notunterkünften lebt oder nur über einen niedrigen Bildungsstand verfügt, hat ein deutlich erhöhtes Krankheitsrisiko und eine geringere Lebenserwartung,“ sagte Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger zum Start der Jahreskampagne im Caritasverband der Erzdiözese München und Freising. In einem der reichsten Länder der Erde sei diese Tatsache ein Skandal.
„Ohne das auf Solidarität ausgerichtete Gesundheitssystem in Deutschland würde es den Armen noch viel schlechter gehen“, so Lindenberger, „aber in der Praxis gibt es Probleme.“ Wer von Arbeitslosengeld II lebe, überlege jede Ausgabe genau. Das führe dazu, dass notwendige Arztbesuche aufgeschoben würden, um die Praxisgebühr zu sparen. Auch die Zuzahlungen zu Medikamenten und nicht verschreibungspflichtige Medizin seien für Menschen mit schmalem Geldbeutel ein großes Problem.
In Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 15 Prozent der Bevöl-kerung von Armut bedroht. „Besonders beklemmend ist, dass Kinder und Jugendliche, die unter sozial schwierigen Lebensumständen aufwachsen, schlechtere Gesundheitschancen haben“, erläuterte Lindenberger. „Sie rauchen früher, pflegen ihre Zähne schlechter, bewegen sich weniger und sitzen länger vor dem Fernseher.“ Beengte Wohnverhältnisse und eine unsichere Existenzgrundlage führten zu Konflikten und Dauerstress. Besonders schwierig sei die Situation für Obdachlose, Asylbewerber, Flüchtlinge und illegal in Deutschland Lebende. Sie erhielten nur eine Notversorgung oder seien ganz vom Gesundheitssystem ausgeschlossen. An die Politik appellierte Lindenberger, noch aktiver als bisher Armut und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. „Die Gesundheit eines Menschen darf nicht von seinem Einkommen oder seinem Aufenthaltsstatus abhängen“.
In der Allgemeinen Sozialen Beratung und verschiedenen Projekten leistet die Caritas einen Beitrag, um die Schwachstellen im Gesundheitssystem zu überwinden. So lernen zum Beispiel sozial schwache Familien durch ein Haushaltsorganisationstraining (HOT), sich trotz kleinem Einkommen gesund zu ernähren und Struktur in ihren Alltag zu bringen. In dem Projekt „Bildung statt Betteln“ begleitet die Caritas Menschen, die keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben. Sie vermittelt zum Beispiel eine Behandlung in der Malteser-Migranten-Medizin oder organisiert im Bedarfsfall auch Spenden für eine medizinische Behandlung.
„Ohne das auf Solidarität ausgerichtete Gesundheitssystem in Deutschland würde es den Armen noch viel schlechter gehen“, so Lindenberger, „aber in der Praxis gibt es Probleme.“ Wer von Arbeitslosengeld II lebe, überlege jede Ausgabe genau. Das führe dazu, dass notwendige Arztbesuche aufgeschoben würden, um die Praxisgebühr zu sparen. Auch die Zuzahlungen zu Medikamenten und nicht verschreibungspflichtige Medizin seien für Menschen mit schmalem Geldbeutel ein großes Problem.
In Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 15 Prozent der Bevöl-kerung von Armut bedroht. „Besonders beklemmend ist, dass Kinder und Jugendliche, die unter sozial schwierigen Lebensumständen aufwachsen, schlechtere Gesundheitschancen haben“, erläuterte Lindenberger. „Sie rauchen früher, pflegen ihre Zähne schlechter, bewegen sich weniger und sitzen länger vor dem Fernseher.“ Beengte Wohnverhältnisse und eine unsichere Existenzgrundlage führten zu Konflikten und Dauerstress. Besonders schwierig sei die Situation für Obdachlose, Asylbewerber, Flüchtlinge und illegal in Deutschland Lebende. Sie erhielten nur eine Notversorgung oder seien ganz vom Gesundheitssystem ausgeschlossen. An die Politik appellierte Lindenberger, noch aktiver als bisher Armut und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. „Die Gesundheit eines Menschen darf nicht von seinem Einkommen oder seinem Aufenthaltsstatus abhängen“.
In der Allgemeinen Sozialen Beratung und verschiedenen Projekten leistet die Caritas einen Beitrag, um die Schwachstellen im Gesundheitssystem zu überwinden. So lernen zum Beispiel sozial schwache Familien durch ein Haushaltsorganisationstraining (HOT), sich trotz kleinem Einkommen gesund zu ernähren und Struktur in ihren Alltag zu bringen. In dem Projekt „Bildung statt Betteln“ begleitet die Caritas Menschen, die keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben. Sie vermittelt zum Beispiel eine Behandlung in der Malteser-Migranten-Medizin oder organisiert im Bedarfsfall auch Spenden für eine medizinische Behandlung.


